Buchtipp: Aufzeichnungen über das Leben mit einem behinderten Kind  

"Weil es dich gibt - Aufzeichnungen über das Leben mit meinem behinderten Kind"

Zum Buch:

"Weil es dich gibt - Aufzeichnungen über das Leben mit meinem behinderten Kind" ist ein erzählender Bericht in kurzen, szenischen Bildern über das Leben mit einem behinderten Kind von der Diagnose über die Behinderung des Kindes in der 22. Schwangerschaftswoche bis hin zu seinem Tod kurz nach seinem fünften Geburtstag. Es geht in diesem Buch weniger darum chronologisch die Geschichte eines Lebens zu erzählen, sondern darum, Alltagsrealität von Familien mit behinderten Kindern nachfühlen zu lassen: Das fremdbestimmte Klinikdasein, die gespenstische Welt der Kinderintensivmedizin, solidarische und abwehrende Reaktionen des Umfeldes, Momente existentieller Angst um und intensiven Glücks mit dem Kind. Es ist ein Buch über ein Kind, das sich behindert und schwerkrank seines Lebens freut, ein Buch über eine Frau, der die Frage nach dem Existenzrecht ihres Kindes aufgedrängt wird, und ein Buch über die Frage, ob Glück messbar ist, und ob die Frage nach Glück wirklich die wichtigste ist.
img1.gif
Gisela & Sofie Hinsberger

Inhaltsbeschreibung:

Dezember 97. Eine pränatale Untersuchung in der 22. Woche katapultiert die Autorin G. in eine andere Welt. Ihr Kind ist behindert, der Arzt spricht von Abbruch, doch G. und ihr Partner entscheiden sich für das Kind. Angst dehnt die Zeit, die Schwangerschaft zieht sich ins Endlose. G. liegt schlaflos. Durch die Diagnose ist das Kind fremd geworden und die Zukunft ist plötzlich ein Loch. Als ob es mit einem behinderten Kind keinen Alltag gäbe, keine Rassel, kein Plantschen, keinen Schnuller, kein Buch. Da ist nur noch Angst und G.'s größte Angst ist, dass ihre Liebe nicht reicht. Doch bei der Geburt kann sie aufatmen, denn da liegt keine Summe von Fehlbildungen, sondern ihr Kind.

Sofie hat Spina bifida, angeborene Querschnittslähmung, mit assoziierten Fehlbildungen. Die Autorin lernt die Kinderintensivmedizin kennen. Sie zerreißt sich zwischen Sofie und derem zehnjährigen Bruder, der nicht zu seiner Schwester darf und wütend gegen die Glastür tritt. Sie lernt mit der Unbestimmtheit der Medizin zu leben und Kompromisse zu schließen zwischen Forderungen von Fachärzten und ihrem Wunsch nach Lebensqualität für ihr Kind. Nebenbei gilt es einen Umgang mit den Reaktionen der Umwelt zu finden, die von Solidarität bis hin zu offener Ablehnung reichen.

Nach acht Wochen Klinik ist es Glück pur, endlich zusammen zu Hause zu sein, auf der Couch zu liegen, Tee zu trinken und den Wind ins Haus zu lassen. Sofie erobert spielend ihren Alltag, sie ist ein ruhiges, fröhliches Kind. Ihre Lähmung ist bald Normalität, doch es kommt zu bedrohlichen Atemproblemen, und ihre Eltern pendeln zwischen einem übervollen Alltag und überstürzten Aufbrüchen in das fremdbestimmte Klinikdasein. Immer wieder fallen Sie aus dem Alltag, immer wieder driften sie weg von Freunden und deren Alltagsproblemen.

Auch sie sind geprägt von einer Gesellschaft, die Autonomie über alles stellt und grundlegende Bedürftigkeit leugnet. Im Leben mit Sofie müssen sie lernen, um Hilfe zu bitten, und ihre Familie für Unterstützung durch Dritte zu öffnen. Eingebettet in ihr Alltagserleben beschreibt G. was aktuelle gesellschaftliche Debatten in ihr auslösen. Im Philosophiekurs muss sie sich mit einem Diskurs über unwertes Leben auseinander setzen, wenn sie die Zeitung aufschlägt, stechen ihr Artikel über die Diskriminierung behinderter Menschen ins Auge, und während Sofie über den Holzboden robbt, läuft auf dem Bildschirm die Bundestagsdebatte zur Präimplantationdiagnostik. Sofie dagegen schöpft ihr Leben voll aus. Doch immer wieder muss sie ins Krankenhaus und kurz nach ihrem fünften Geburtstag stirbt sie.

Bestellung:

Bequem und versandkostenfrei bestellen können Sie das Buch unter anderem bei Amazon:

img2.gif

Weitere Informationen:

Mehr über das Buch und die Autorin erfahren Sie auf der Internetpräsenz: www.giselahinsberger.de.

Dort können Sie in Teilabdrucken aus Zeitungen stöbern, Rezensionen lesen, sich über weitere Veröffentlichungen und Seminarangebote von Gisela Hinsberger informieren etc.


An dieser Stelle noch eine Bitte:

Nutzen Sie meine Firmenmailadresse oder meine Telefonnummer nicht für Angelegenheiten, die mit dem Buch in Zusammenhang stehen.

Leserpost läuft über den Verlag, Vermerk (Leserpost für Gisela Hinsberger),  Verlag Herder, Hermann-Herder-Str. 4, 79104 Freiburg.

Presseanfragen sind an Frau Thiele vom Herder Verlag, thiele(at)herder.de, zu richten.

Wenn Sie Interesse an einer Veranstaltung mit der Autorin haben, können Sie per Mail Kontakt aufnehmen: g.hinsberger(at)email.de.